Medien

Donnerstag, 2. November 2006

"Zeitschriften 2.0"-Liveblog

Das junge "Zeitschriftenblog", u.a. von Stefan Niggemeier gegründet und irgendwie noch gar nicht recht gewürdigt, bloggt seit heute live von der Jahrestagung des VDZ, die unter dem originellen Titel "Zeitschriften 2.0" in Berlin stattfindet. Peter Turi ist auch da, bloggt aber nicht live. Stattdessen gibt es bei ihm am Samstag, wenn er wieder daheim ist, wahrscheinlich den Lexikon-2.0-Artikel "C". So kann man natürlich auch versuchen, ein relevantes Medienblog zu werden.

Freitag, 20. Oktober 2006

Der Elke-Effekt

"Lesen!" hilft. Amazons Folksonomy-Vorschläge, nachdem ich das in der letzten Sendung empfohlene Buch "Salzstädte" dem Wunschzettel hinzugefügt habe:

Screenshot der Amazon-Empfehlungen
[Klick vergrößert]

"Der arme Swoboda", "Der vollkommene Schmerz", "Die See", "Stiller" und "Ich nicht" - alles in "Lesen!" empfohlene Bücher. Dazu das Amerika-Buch von Claus Kleber, der Studiogast war.

Dienstag, 15. August 2006

Countdown

Patrick Phillips, Journalist und Dozent an der New York University, zählt mit beim Aderlaß der Medienunternehmen: In der Rubrik "Layoffs" seiner Website "I Want Media" * sammelt er seit sechs Jahren die Entlassungen und abgebauten Jobs der Branche. Er kommt auf 72.000. Jemand Lust, das für Deutschland zu machen?

* Ohnehin empfehlenswert: "I Want Media" ist eine Art täglicher Aggregator für Medien-News aus den USA, listet außerdem eine Menge hilfreicher Ressourcen zum Thema auf.

Sonntag, 6. August 2006

Krise, diese Krise!

Hier und hier habe ich ein paar Erfolgszahlen diverser Medienunternehmen gesammelt, die nicht gerade nach "Krise" klingen. Chris Anderson, der die Theorie vom Long Tail erfunden hat, macht in seinem Blog das Gegenteil: Mainstream Media Meltdown, Teil III. Was ist das nun, was wir hier machen? "So lügt man mit Statistik"?

Mittwoch, 2. August 2006

Springer, ProSiebenSat1, Weltbild.

Wie war das? Die Hälfte der Blogger schreibt nach drei Monaten keine Beiträge mehr? Ich will mir Mühe geben ...

Neues zum Thema "Krise? Welche Krise?":
  • Die Axel Springer AG hat im ersten Halbjahr 2006 das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen um 2,8 Prozent auf 177,8 Mio. € gesteigert; der Umsatz (1,17 Mrd. €) liegt unter dem Vorjahreszeitraum, aber nur, weil Erlöse aus dem Druckgeschäft ausgegliedert wurden. Die Anzeigenerlöse stiegen um 5,9 Prozent. [via heise]
  • Bei ProSiebenSat1 stieg der Umsatz im vergangenen Quartal II/2006 um 8,5 Prozent auf 550,9 Mio. €, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen um 22,3 Prozent auf 154,8 Mio. €. Trotz WM. Die Werbeeinnahmen lagen ebenfalls höher. [via Netzeitung]
  • Der Gesamtumsatz der Weltbild-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2005/2006 um 9,5 Prozent. Der Umsatz der Verlage lag bei 928 Mio. €. [via börsenblatt]

Leser, die sich für diese Zahlen interessieren, haben sich auch für diese Zahlen interessiert: Eintrag vom 23.05.06: Krise? Welche Krise?

Dienstag, 23. Mai 2006

Krise? Welche Krise?

  • Murdochs News Corp. verdoppelte bei einem Umsatz von 6,2 Mrd. Dollar den Gewinn im letzten Quartal von 400 auf 820 Mio. Dollar [via NYT]
  • Springer konnte seinen Gewinn vor Steuern etc. um 13 % auf 91,2 Mio. Euro steigern - und zwar "vor allem durch höhere Erlöse im Anzeigengeschäft" [via FTD]
  • Pro 7 Sat 1 hat seinen Nettogewinn im ersten Quartal 2006 um 7 % auf 30,7 Mio. Euro, den Umsatz um 8,2 % auf 465,3 Mio. Euro gesteigert - entsetzlicherweise trägt 9Live dazu nicht wenig bei [via FTD]
  • Gruner + Jahr hat im Geschäftsjahr 2005 den Umsatz um 8 % auf 2,62 Mrd. Euro und den Gewinn vor Steuern etc. um 17 % auf 250,3 Mio. Euro gesteigert [via guj.de]
  • Warner Music weist aufgrund gestiegener Musikverkäufe (CDs und digital!) einen geringeren Verlust auf als erwartet: 7 Mio. Dollar bei einem Umsatz von 796 Mio. Dollar (3,8 % mehr als im Vorjahreszeitraum) [via NYT]
  • Dank des starken TV-Geschäfts hat Disney seinen Umsatz von 7,83 auf 8,03 Mrd. Dollar und seinen Gewinn von 657 auf 733 Mio. Dollar gesteigert [via FTD]
  • EMI konnte im Geschäftsjahr 2005 (bis Ende März) einen Gewinn vor Steuern etc. in Höhe von 159,3 Mio. Pfund einfahren - nach 141,1 Mio. Pfund im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 3,9 % auf 2,08 Mrd. Pfund. Grund: Robbie Williams, Coldplay, die Gorillaz ... [via reuters]
  • Bertelsmann gibt für das erste Quartal 2006 eine Umsatzsteigerung um 17,3 % an (von 3,8 auf 4,5 Mrd. Euro). Der Gewinn vor Steuern und Pipapo stieg "auf das Rekordniveau" von 215 Mio. Euro (plus 35,2 %) [via Bertelsmann]
(Die Zahlen beziehen sich tlw. auf unterschiedliche Gewinnformen (Ebit, Ebitda, Etcetera) und Zeiträume - keine Grundlage für Vergleiche also, sondern für Trends)

Dienstag, 9. Mai 2006

Medientreffpunkt Mitteldeutschland I

1. Panel: Podcasting - Der Weg zur selektiven Mediennutzung

Die ersten eineinhalb von sieben Stunden auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland: Das Panel zum Thema Podcasting. Auf dem Podium Hans-Joachim Fuhrmann, Leiter des Geschäftsbereichs Multimedia des BDZV; Georg Maas vom mdr; Rüdiger Steinmetz vom IfKMW der Uni Leipzig; Andreas Albrecht von der dpa-Tochter AFX, die Podcasts für das Handelsblatt produziert bzw. für den Kicker und "eine überregionale Tageszeitung" demnächst produzieren wird; und Michael Rediske vom Verein Berliner Journalisten als Moderator. Kein von sich aus aktiver Podcaster dabei. Na gut, dies ist ein recht geschlossener Branchentreff, und hier geht es darum, ob und wie die klassischen Medien auf Podcasts reagieren sollen oder müssen.

Einigkeit in der Prognose: Podcasts werden zukünftig (Fuhrmann: "noch in diesem Jahr") deutlich häufiger von klassischen Medien integriert werden. Einigkeit auch, was die Inhalte angeht: Nur die "Verlängerung von Content" kann's nicht sein (Steinmetz), und nur damit werde man auch keinen Erfolg haben (Albrecht). Die Chance liege vielmehr in Zusatz-Content (Steinmetz, Fuhrmann), der es so nicht ins Blatt geschafft hätte, z.B. weil er zu speziell ist.
Aus dem Publikum kommt und versandet die Kritik, daß die Profis in den Medienunternehmen im Gegensatz zu den Amateuren Podcasts nebenbei und lieblos machten, der eigene Umgang und eine eigene Ästhetik fehlten.

Nach einer merkwürdigen Abzweigung zur Frage, ob man es nicht besser vermeiden solle, mit dem Begriff "Podcast" permanent Werbung für Apple zu machen, eine Diskussion über den Rundfunkbegriff und seine Eignung in diesem Fall. Für Maas vom mdr sind Podcasts Rundfunk (keine Überraschung), für Fuhrmann vom BDZV Individualkommunikation (schon weil er die Regulierung fürchtet).
Interessant der Hinweis von Albrecht: Die Zahl der Podcast-Anbieter steige schneller als die der Nutzer (hat jemand hierzu eine Quelle?). Das ist bei den Blogs anders und wird dort als Argument dafür angeführt, daß die Masse "formerly known as the audience" (Dan Gillmor) doch nicht aktiv und selber Sender sein will.

Geld soll - jedenfalls direkt - mit Podcasts noch nicht und auch auf längere Sicht nicht verdient werden. Es geht allen um die Leser-Blatt-/Hörer-Sender-Bindung. Das dürfte bei den verlagseigenen Weblogs ähnlich sein.

Die Zukunft des Podcastens sehen die Herren eher pessimistisch. Der Grund: "Die Leute wollen lieber sehen als hören." Demnach werden Vodcasts die Audio-Angebote überholen, sobald nur die Technologie stimmt. Das klingt einleuchtend, wenn man es mit Radio und Fernsehen vergleicht - die Nutzungsdauer im Hörfunk ist zwar am höchsten, allerdings als Begleitmedium; Begleitmedium können Podcasts jedoch schlecht sein. Dann wird zwei-, dreimal Riepl bemüht. Maas glaubt, daß das Radio durch Podcasting nicht ersetzt, sondern verändert wird. Es werde zum Spartenradio werden müssen. Einverstanden.

[Edit 10.05.: Bei Bertram Gugel gibt es weitere, umfangreichere Notizen zu diesem Panel.]

Mittwoch, 3. Mai 2006

ojour: Unser Mann in London

Onlinejournalismus.de, das herausragende "Magazin zum Thema", hat zurzeit einen Korrespondenten bei der WeMedia-Konferenz in London: Matthias Spielkamp berichtet seit heute von dort, bislang sind zwei Beiträge (1,2) online. Für mehr Beitrags-Serien in Blogs!

Dienstag, 2. Mai 2006

Grimme

Zu den Nominierungen für den Grimme Online Award ist viel Wichtiges schon geschrieben. Gut, daß Blogs in Marl vorkommen.
Hier die Nominierungen.

Donnerstag, 27. April 2006

Süddeutsche.de kuschelt mit Microsoft

Artikel der Online-Ausgabe der SZ werden in Zukunft durch Einträge aus Microsofts Encarta begleitet - die alte Idee, daß der Vorteil des Onlinejournalismus' in umfassenderen, hintergründigeren Informationen liegt.

[via Klein Report, SZ-Verlag]

Sherpa

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